Wein ist ein fester Bestandteil der Kultur in Georgien. In keinem anderen Land im Kaukasus ist die Verbundenheit mit Wein so fest. In Form von Weinreben und Trauben findet man Grabsteine von Nationalhelden. Kartlis Deda, die große Statue die über Tbilisi wacht, hält in der linken Hand eine Schale Wein. Diese ist Symbolisch für die Freunde. In der rechten Hand hält sie ein Schwert gegen die Feinde.
In Georgien gibt es zwei spezielle Verfahren des Weinkelterns. Es gibt das imeretische und das kachetische Verfahren. Diese traditionelle Weinbereitung und die Geheimnisse der Weinherstellung haben die Jahrtausende überdauert, sind erhalten und praktiziert worden. Dem Dichter Alexander Puschkin haben diese Weine besser geschmeckt als Burgunder.
In kleinen Betrieben wird Wein noch immer nach alten Traditionen hergestellt. Nach dem Ernten kommen die Trauben in einen Bottisch. Das Sprundloch wird verschlossen. Mit den Füßen stampfen ein oder mehrere Helfer die Trauben. Der entstehende Saft wird ein paar Tage stehen gelassen. Wenn der Saft anfängt zu gären wird er in Gefäße aus Porzellan oder Glas gefüllt.
Der Jungwein wird in einen Kvevri gegossen. Kvevri sind Tongefäße die in die Erde eingelassen sind. Nur die Öffnung schaut heraus. Sie werden mit einem Stein, Ton und Holzasche gegen Schimmelpilze abgedichtet. In diesen Gefäßen bleibt der Wein bis er ausgereift ist.
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