Russland boykottiert den Handel mit Georgien. Aus diesem Grund sucht die georgische Weinwirtschaft aller Kraft nach neuen Absatzländern. Der internationale Markt setzt die Einhaltung bestimmter Standardkriterien voraus. Zu diesen Kriterien zählen unter anderem die Angaben zum Anbaugebiet, die Herkunft der Trauben und zur Sortenreinheit. 2002 wurden im georgischen Weingesetz die rechtlichen Rahmenbedingungen formuliert. Dadurch wird der Weinbaunach internationalen Standards kontrolliert. Das System zur Weinqualitäts- und Herkunftsprüfung funktioniert leider noch nicht vollkommen, ist aber in Vorbereitung.
Außerhalb Georgiens ist der georgische Wein ein beliebtes Objekt für Weinfälscher und -panscher. Georgien hat im Jahr 2005 ungefähr 50 Millionen FlaschenWein produziert. Aber in Russland werden jährlich rund 100 Millionen Flaschen "georgischen" Wein verkauft. Vom bekannten Wein Chwantschkara werden in Russland jährlich 15 Millionen Flaschen verkauft, obwohl in Georgien von dieser Sorte nur 0,9 Millionen Flaschen abgefüllt werden. Was sehr traurig ist, es werden auch georgische Herkunftsbezeichnungen wie Kindsmarauli oder Chwanchkara gefälscht. Die Regierung von Georgien ist sehr bemüht den Betrug zu unterbinden. Aber der Kampf gegen die Fälschungen georgischer Produkte ist vor allem in Russland sehr schwierig.
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